Fussballeuropameisterschaft

Die Fußball-Europameisterschaft ist ein kontinentales Fußball-Turnier der Männer, das seit 1960 alle vier Jahre von dem europäischen Fußballverband UEFA (Union des Associations Europeenes de Football) veranstaltet wird. Die offizielle Bezeichnung für die Fußball-Europameisterschaft lautet UEFA European Football Championship. Der Sieger des Turniers erhält den Coupe Henri Delaunay und ist für vier Jahre amtierender Europameister.

Bereits im Jahr 1927 enstand die Idee einer Fußball-Europameisterschaft. Der Franzose Henri Delaunay (1883-1955), damals Generalsekretär des französischen Fußballverbandes, war der Ideengeber. So entstand in den Jahren 1927 – 1955 der Fußball-Europapokal der Nationalmannschaften, der insgesamt sechsmal ausgetragen wurde. Siegermannschaften waren Italien, Österreich, Ungarn und die Tschechoslowakei.

Ende der 50er Jahre wurde nach Gründung der UEFA auch das erste UEFA-Turnier veranstaltet. Der erste „Europapokal der Nationen“ fand 1960 in Frankreich statt. Dabei wurde die Endrunde jedoch lediglich von vier Mannschaften ausgetragen. Zuvor wurden diese vier Teilnehmer durch K.o.-Runden ermittelt, die je ein Hin-und ein Rückspiel hatten. Erster Europameister wurde 1960 die Mannschaft der UdSSR mit 2:1 nach Verlängerung gegen Jugoslawien. Vier Jahre später war Spanien Gastgeber dieses neuartigen Turniers und wurde durch einen 2:1 Sieg gegen den Titelverteidiger UdSSR Europameister.

Ab 1968 fanden dann Qualifikationsspiele, die in acht Gruppen ausgetragen wurden, statt. Nach wie vor nahmen aber nur vier Nationalmannschaften an der Endrunde der Fußball-Europameisterschaft teil. Nachdem 1968 Italien Europameister geworden war, schaffte 1972 schließlich auch die deutsche Nationalelf mit einem 3:0 Sieg gegen die UdSSR ihren ersten Europameister-Titel. 1976 erreichte Deutschland wiederum das Finale, musste sich aber der Tschechoslowakei nach einem dramatischen Elfmeterschießen mit 3:5 geschlagen geben.

Für die Fußball-Europameisterschaft 1980 in Italien wurde der Modus geändert und die Teilnehmerzahl auf acht Mannschaften aufgestockt. Es wurde in zwei Gruppen gespielt und die Gruppenersten trugen das Endspiel aus. Die deutsche Nationalmannschaft kam gut damit zurecht und wurde mit einem 2:1 Erfolg über Belgien erneut Europameister. Letztmalig wurde bei diesem Turnier das Spiel um den 3. Platz ausgetragen, das dann von der UEFA – im Gegensatz zum Weltverband FIFA – abgeschafft wurde. Außerdem ist seit 1980 der Gastgeber des Turniers automatisch qualifiziert.

Ab 1984 wurden die Halbfinals eingeführt, die im K.o.- System ausgetragen wurden. 1988 fand erstmals eine Fußball-Europameisterschaft in Deutschland statt, bei dem die deutsche Mannschaft im Halbfinale gegen den späteren Europameister Holland ausschied. 1992 schaffte es Deutschland wieder ins Finale, unterlag dort aber Dänemark mit 0:2. Für die Fußball-Europameisterschaft 1996 in England wurde die Zahl der Teilnehmer mit nun 16 Nationen deutlich erhöht. Zudem wurde das Viertelfinale im K.o.-System eingeführt. Kurzzeitig galt auch die Regel des Golden Goals, mit dem Deutschland im Finale gegen Tschechien das Spiel mit 2:1 für sich entschied und zum dritten mal Europameister wurde. Auch das Endspiel bei der EM 2000 in Holland und Belgien wurde auf diese Weise für Frankreich entschieden. 2004 wurde dann stattdessen das Silver Goal eingeführt, das jedoch schnell wieder abgeschafft wurde. Stattdessen galt nun wieder alte Regelung mit Verlängerung und Elfmeterschießen. Die letzte Fußball-Europameisterschaft fand 2008 in Österreich und der Schweiz statt. Europameister wurde Spanien, durch ein 1:0 Erfolg über Deutschland. Die nächste Fußball-Europameisterschaft findet 2012 in Polen und der Ukraine statt. Gruppe Hinternationalen Flughäfen Johannesburg, Kapstadt und Durban werden ausgebaut, um dem hohen Aufkommen der Fussball WM 2010 gerecht zu werden. Im Internet findet man viele Online Games zum Thema Fussball.